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Ausblick 2020

Umweltanlagen: Einfach elektrisierend!

11 November 2019
Autor: Deirdre CooperPortfoliomanager

Im Überblick:

  • Der Wandel hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaft ebnet den Weg für Unternehmen, die CO2-arme Lösungen anbieten.
  • 2020 könnte das Jahr der Elektrofahrzeuge werden, ausgelöst durch die Umstellung von Fahrzeugflotten und den technischen Fortschritt.
  • In 2020 wird es spürbar sein, dass sich die EU-Politik immer intensiver mit dem Klimawandel befasst. Der Emissionshandel wird Folgen für alle Investoren haben.
  • 2020 werden die Emissionen möglicherweise so hoch sein wie nie zuvor. Das Risiko plötzlicher und disruptiver Reaktionen der Politik steigt.
  • Wir gehen davon aus, dass sich immer mehr Verbraucher für nachhaltige und klimafreundliche Produkte interessieren.

 

Q&A with Deirdre Cooper on

Global Environment

Die Politik, neue Technologien und Verbrauchertrends ebnen den Weg für Unternehmen, die CO2-arme Lösungen anbieten. 2020 sollte man den Markt für Elektrofahrzeuge im Auge behalten.

Q Warum in die Dekarbonisierung investieren?

Die Wirtschaft wird immer umweltbewusster und CO2-ärmer. Die Unternehmen, die von der Dekarbonisierung profitieren, werden vermutlich höhere Umsätze und Gewinne erzielen, was wir als Grund dafür sehen, dass sich diese überdurchschnittlich entwickeln werden. Das kommt auch der Umwelt zugute, weil die Produkte und Leistungen dieser Unternehmen zur Verminderung der Erderwärmung beitragen.

Q Wie geht es mit der Dekarbonisierung der Weltwirtschaft voran?

Ich denke, wir stehen kurz vor der Wende von einer nicht nachhaltigen Weltwirtschaft hin zu einer nachhaltigen. Aber noch ist es nicht so weit. 2018 wurde so viel Treibhausgas freigesetzt wie nie zuvor. 2019 dürften die Emissionen noch höher sein. Wichtig ist aber, dass eine Wende stattfindet. Angetrieben wird sie nicht nur von Regierungen und Aufsichtsbehörden, sondern auch vom Technologiewandel und den Verbrauchern.

Q Beginnen wir mit den Regulierungen. Welche Auswirkungen haben sie für Investoren?

Weil die Folgen des Klimawandels immer deutlicher zu spüren sind, ist zunehmend die Rede von der „unvermeidlichen Reaktion der Politik“. Das heißt, es könnten „energische, abrupte und ungeordnete“ Vorschriften erlassen werden, um es mit den Worten der UN PRI zu sagen, weil man die Bekämpfung des Klimawandels zu spät angegangen ist. Diese könnten erhebliche Folgen für die Portfolios haben. In mehreren Ländern weltweit werden die Regulierungen strenger. Ich erwarte aber keine koordinierte weltweite Klimapolitik. Deshalb müssen Investoren darauf achten, was wo geschieht.

Q Wie sieht es in Europa und in den USA aus? Wo liegen die Unterschiede?

In Europa passiert gerade sehr viel. Die Fiskalpolitik dürfte gelockert werden und im Euroraum gibt es Vorschriften für die Industrie, die vor allem eine Beschleunigung der Energiewende zum Ziel haben. Die neuen Vorsitzenden der EU und der Europäischen Zentralbank haben das ganz oben auf ihre Agenda gesetzt. Für alle Investoren, die auf Dekarbonisierung setzen, ist das natürlich wichtig. Aber auch Anleger, die breiter aufgestellt sind, sind betroffen. Die Einführung des Emissionshandels wird enorme Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben.

Q Und in den USA?

Die USA sind ein Joker. Nach meiner Einschätzung haben die Investoren noch nicht darüber nachgedacht, was es bedeutet, wenn Leute wie Elizabeth Warren oder Bernie Sanders im Weißen Haus sitzen — möglicherweise auch noch mit einer Mehrheit der Demokraten in beiden Häusern. Dann würde nämlich die Klimapolitik der USA die europäische in den Schatten stellen. Sanders Plan sieht beispielsweise einschlägige Investitionen in Höhe von 16 Billionen US-Dollar über einen Zeitraum von 15 Jahren vor. Durch sie würde der Dekarbonisierungssektor explosionsartig wachsen – auch wenn die Mehrheit der Marktteilnehmer glaubt, dass eine Regierung unter Sanders oder Warren grundsätzlich schlecht für Aktien wäre.

Q Inwieweit bestimmt die Technologie diesen Sektor?

Der Technologiewandel schreitet in allen von uns betrachteten Sektoren enorm schnell voran, aber wir gehen davon aus, dass 2020 das Jahr des Elektroautos wird. 2019 war für die Wertschöpfungskette von Elektrofahrzeugen ein turbulentes Jahr, in dem der chinesische Elektrofahrzeug-Riese Nio kurz vor dem Konkurs stand und die Preise für Lithium, eine wichtige Komponente für Batterien, weiter gefallen sind. Aber da die Politik in Europa Automobilhersteller dazu zwingt, mehr Elektrofahrzeuge zu verkaufen, dürften immer mehr Elektromodelle an den Markt kommen. Auch die Batteriehersteller werden innovativer und verwenden mehr Nickel. Dadurch steigt die Energiedichte, sodass die Kosten sinken und die Herstellung von Elektrofahrzeugen wettbewerbsfähiger wird.

Darüber hinaus werden die Fortschritte im Bereich autonomes Fahren enorm unterschätzt. Sie sind ein wichtiger Faktor für die Elektrifizierung von Fahrzeugen. Die Fahrzeuge von Waymo, Googles Sparte für autonomes Fahren, haben im Durchschnitt mittlerweile über 8.000 Kilometer zurückgelegt, ohne dass ein Mensch eingreifen musste. 2014 waren es noch rund 800 Kilometer. Unternehmen wie DiDi (das chinesische Uber) treiben die Entwicklung autonomer Fahrzeugflotten mit hohen Kapazitäten voran und sind die wichtigsten Abnehmer von Elektrofahrzeugen. Tatsächlich werden über die Hälfte aller chinesischen Elektroautos in Fahrzeugflotten eingesetzt. Das wird für eine größere Verbreitung in Ländern sorgen, in denen Elektroautos für Normalverdiener zu teuer sind.

Q Inwieweit bestimmen die Verbraucher den Dekarbonisierungssektor?

Greta Thunberg hat 2019 außerordentlich viel geleistet, um das Bewusstsein der Verbraucher für Nachhaltigkeit und Klimawandel zu steigern. Nach einer aktuellen Umfrage von Accenture ist der Anteil der Verbraucher, die nachhaltig hergestellten Produkten den Vorzug geben, um 429% gestiegen. Die Zahl der Verbraucher, die umweltbewusste Produkte wünschen, ist um 107% gestiegen. Wir gehen davon aus, dass sich die Vorlieben der Verbraucher noch weiter hin zu nachhaltigen und umweltbewussten Produkten verschieben werden. Davon werden Unternehmen, die auf Dekarbonisierung setzen, sehr stark profitieren.

In der Investmentbranche sind ähnliche Entwicklungen zu beobachten. Wir haben kürzlich 2.000 Investoren befragt, welche Anlagen sie für ihre Pensionsfonds wünschen. Über 80% wollen in umweltfreundliche, nachhaltige Fonds investieren, aber nur ein kleiner Teil hat diese Produkte bereits im Portfolio.

Q Was sollte man tun, wenn man 2020 in die Dekarbonisierung investieren will?

Man sollte wählerisch und risikobewusst sein, nicht zuletzt, weil sich die Regulierungen in den Ländern stark voneinander unterscheiden. In China hat die Umweltpolitik an Bedeutung verloren, weil das Land wegen des Handelskriegs mit den USA Wachstumsprobleme hat. Aber mittelfristig werden die Veränderung der Verbrauchervorlieben und der Technologiefortschritt das Wachstum von Unternehmen beschleunigen, die den Wandel zu einer CO2-armen Wirtschaft ermöglichen. Wir halten das für eine sehr attraktive Chance für Investoren, einen wichtigen, langfristigen Trend zu nutzen und zugleich etwas für die Umwelt zu tun.

 

Schwellenmarkt (inkl. China): Diese Märkte sind mit einem höheren Risiko finanzieller Verluste verbunden als weiter entwickelte Märkte, da ihre rechtlichen, politischen, wirtschaftlichen oder sonstige Systeme eventuell weniger stark entwickelt sind.

Deirdre Cooper
Deirdre Cooper Portfoliomanager

Wichtige Informationen

Die Inhalte dieses Dokuments dienen nur der Information und sind kein Angebot und keine Aufforderung, Wertpapiere zu kaufen oder zu verkaufen. Alle hierin enthaltenen Einschätzungen von Märkten, Wertpapieren oder Unternehmen sind die persönliche Meinung des genannten Fondsmanagers (oder Teams). Sie entsprechen dessen Überzeugungen, sind aber keine Garantien. Man darf sich nicht auf sie verlassen. Investec Asset Management kann im Rahmen seiner üblichen Geschäftstätigkeit als internationaler Investment¬manager die genannten Aktien im Namen seiner Kunden halten oder ihren Kauf/Verkauf planen. Die hierin enthaltenen Informationen oder Meinungen sind keine gezielte Beratung bei einer Investmententscheidung. Die Inhalte dieses Dokuments können Aussagen über erwartete oder voraussichtliche zukünftige Ereignisse und Finanzprognosen enthalten. Weil sie zukunfts¬gerichtet sind, unterliegen sie bestimmten Risiken und Unsicherheiten. Zu ihnen zählen allgemeine Konjunktur-, Markt- und Wirtschaftsbedingungen, neue Gesetze und aufsichtsrechtliche Maßnahmen, Wettbewerbsverzerrungen sowie allgemeine wirtschaftliche Faktoren und Bedingungen sowie das Eintreten unerwarteter Ereignisse. Die tatsächlichen Ergebnisse können sich erheblich von den hierin genannten unterscheiden.
Alle Rechte vorbehalten. Herausgegeben im November 2019 von Investec Asset Management.

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